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Mitatmen · Ruhe
Physiologischer Seufzer online: jetzt mitatmen
2 Sekunden ein, 1 nochmal ein, 7 aus. Die Kugel atmet vor, du atmest mit. Kostenlos, ohne Anmeldung und ohne Cookies.
Bereit?
Lass die Schultern locker
ein 2 · nochmal ein 1 · aus 7
Fühlt sich etwas unangenehm an, hör einfach auf und atme normal weiter.
So geht’s
- Setz dich bequem hin oder leg dich hin und lass die Schultern locker.
- Atme ruhig durch die Nase ein, während die Kugel wächst: 2 Sekunden.
- Atme ohne Ausatmen dazwischen noch einmal kurz durch die Nase nach, während die Kugel noch etwas wächst: 1 Sekunde.
- Atme langsam und vollständig aus, durch den Mund oder durch die Nase, während die Kugel kleiner wird: 7 Sekunden.
Das ist eine Runde, sie dauert 10 Sekunden. Für den Anfang reicht eine Minute. Danach atmest du einfach normal weiter.
Wird dir schwindelig oder kribbelt es in Händen oder Lippen, hast du wahrscheinlich zu viel geatmet. Hör auf und atme normal weiter. Wenn du Panikattacken oder eine Angststörung hast: Atemübungen ersetzen keine Behandlung. Besprich mit deiner Ärztin, deinem Arzt oder deiner Therapeutin, ob und welche Übungen zu dir passen.
Der zweite Atemzug kommt obendrauf
Zwischen den beiden Einatmern gibt es keine Pause und kein Ausatmen. Der zweite Atemzug ist kleiner als der erste, das ist richtig so. Lass den Atem in den Bauch und die Flanken gehen, die Schultern bleiben unten. Beim Ausatmen presst du nicht, sondern lässt die Luft einfach ausströmen, wie bei einem erleichterten Seufzen.
Wenn dir der Takt nicht passt
Ist dir der Takt zu schnell oder zu langsam, hilft Dein Atemtempo finden: Du tippst viermal, wenn du einatmest, und die Kugel beginnt in deinem eigenen Tempo. Das Muster bleibt: zweimal ein, dann lang aus. Das Ausatmen dauert deutlich länger als beide Einatmer zusammen. So haben es auch die Forschenden der Stanford University angeleitet: zweimal durch die Nase ein, langsam durch den Mund aus. Wer lieber nur durch die Nase atmete, durfte das.1
Was Studien zeigen
Die bekannteste Studie kommt von der Stanford University: 108 gesunde Erwachsene übten einen Monat lang jeden Tag fünf Minuten, per Zufall eine von drei Atemübungen oder Achtsamkeitsmeditation. Die Anspannung nahm in allen Gruppen ähnlich ab. Die Stimmung hob zyklisches Seufzen, also Seufzer fünf Minuten am Stück, etwas stärker als die Meditation.1 Ruhepuls, Herzratenvariabilität und Schlaf veränderten sich in keiner Gruppe nennenswert. Die Studie lief online, und die einzelnen Gruppen waren klein.
In einer kleineren Studie im Alltag machten 47 Studierende in Momenten akuter Anspannung eine Minute zyklisches Seufzen, eine Minute Quadrat-Atmung oder nichts. Beide Atemübungen senkten die momentane Anspannung stärker als Nichtstun.2 Dass der Seufzer anderen langsamen Atemübungen überlegen ist, zeigt das nicht; die Quadrat-Atmung schnitt ähnlich ab. Untersucht wurde jeweils die Technik, nicht die nowa-App. Mehr dazu, auch was dabei im Körper passiert: Der physiologische Seufzer: zweimal ein, lang aus.
Diese Seite informiert allgemein über Atemübungen für Entspannung und Wohlbefinden. Sie ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Beratung, Diagnose oder Behandlung. nowa ist kein Medizinprodukt. Übe nur, solange es sich angenehm anfühlt. Wenn dir schwindelig wird, du Atemnot, Herzrasen, Schmerzen in der Brust oder starke Angst bemerkst: Hör auf und atme normal weiter. Wenn du eine Erkrankung hast (zum Beispiel am Herzen, an der Lunge oder Epilepsie) oder schwanger bist, sprich vor neuen Atemübungen mit deiner Ärztin, deinem Arzt oder deiner Hebamme. Ändere eine verordnete Behandlung nie auf eigene Faust.
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Quellen
- Balban MY, Neri E, Kogon MM, Weed L, Nouriani B, Jo B, Holl G, Zeitzer JM, Spiegel D, Huberman AD (2023). Brief structured respiration practices enhance mood and reduce physiological arousal. Cell Reports Medicine 4(1):100895. doi.org/10.1016/j.xcrm.2022.100895
Randomisierte Studie, online, 108 Erwachsene, ein Monat - Riedl EM, Bracklo T, Wimmer K, Perzl J, Gdynia HJ, Thomas J, Surzykiewicz J (2026). Simply breathing anxiety away? A pilot, just-in-time ecological momentary intervention study of one-minute cyclic sighing versus box breathing as tools for acute anxiety reduction and attention promotion in real life. Anxiety, Stress, & Coping 39(5):608–622. doi.org/10.1080/10615806.2026.2659809
Vorab registrierte Pilotstudie im Alltag, 47 Studierende
Alle Quellen zuletzt geprüft am 3. November 2026.